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Reiskocher im Einsatz

Automatische Reiskocher wurden von Toshiba Corporation in den 50er Jahren in Japan erstmals herausgebracht. Sie sind in Asien fast in jedem Haushalt vorzufinden, sogar in denen, die ansonsten keine Küchengeräte haben. Auch in Asia Restaurants oder Imbissen gehören sie zur Standardausstattung in der Küche.

Mit einem Reiskocher gelingt der Reis garantiert immer perfekt und es gibt viele verschiedene Modelle zur Auswahl. Diese elektrischen Geräte vereinfachen das Reis kochen, man muss nicht ständig daneben stehen und diesen umrühren, damit er nicht am Topf anbrennt. Die Funktionsweise eines Reiskochers ist kinderleicht, man spült den rohen Reis am besten dreimal und füllt diesen zusammen mit Wasser in das Gerät. Nun muss nur noch das Gerät eingeschaltet werden und weiter muss man nichts mehr tun. Der Reis wird nach der Quellreismethode gegart, das bedeutet, dass das Wasser komplett von den Reiskörnchen aufgesogen wird und verdampft.

Wenn man hingegen Reis im Topf kocht, muss man ständig am Herd stehen und aufpassen, dass er nicht überkocht, zu Brei wird, verbrennt oder austrocknet, dabei soll er aber dennoch ausreichend gegart sein. Wenn er zu kurz gekocht wird, ist er geschmacklich fast genauso wie vollständig gegarter Reis, er kann aber der Verdauung Probleme bereiten. Wenn beim Kochvorgang nicht ständig Kondenswasser vom Topfdeckel in den Reis tropft, schmeckt er viel besser. Bei den hochwertigeren Reiskochern kommt kein Kondenswasser an den Reis, das Wasser wird anders an das Heizelement zurückgeleitet und verdampft dort.

Wie genau kocht man nun den Reis und was muss beachtet werden?

Es hängt von der Sorte Reis ab, wieviel Wasser man dazu geben muss. Möchte man weißen Reis kochen, so gibt man zu einer Tasse Reis eineinhalb Tassen Wasser hinzu. Bei Naturreis und Wildreis wird eine halbe Tasse Wasser mehr benötigt. Die Maßeinheit mit der Tasse kommt aus Japan. Diese Menge Reis wird in Japan pro Person als Beilage gerechnet. Ein Messbecher, der als Zubehör zum Reiskocher gehört, entspricht einer “Beilagen-Tasse”. Das Waschen des Reis löst die Stärke ab, so dass es keine klebrige Masse wird. Man kann den Reis auch beim Kochvorgang schon mit Kräutern, Gewürzen oder Butter in den Reiskocher geben, so wird er besonders aromatisch, das postuliert auch der Reiskocher Test. Ist der Reiskocher befüllt, wird das Wasser nach dem Einschalten auf 100 Grad erhitzt. Wenn das Wasser verdampft und der Reis gequollen ist, sind im Inneren über 100 Grad, dann geht der Reiskocher entweder in den Warmhaltemodus über oder schaltet sich ab. Der Warmhaltemodus ist praktisch, der Reis kühlt nicht gleich aus und wird auch nicht pappig. So hat man Zeit, ihn zu servieren. Ein Reiskocher hat einen geringen Energieverbrauch und die Töpfe im Inneren sind meistens antihaftbeschichtet, so dass nichts anklebt und die Reinigung im Nu erledigt ist.

Für was ist der Dämpfeinsatz?

Bei den meisten Geräten gehört ein Dämpfeinsatz zum Lieferumfang. Darin kann Fisch oder Gemüse schonend gegart werden. Die Nährstoffe und Vitamine gehen dabei nicht verloren und das Gemüse bleibt bissfest. Für den Dämpfvorgang wird Wasser (ca. 2 Messbecher) eingefüllt und das geschnittene Gemüse wird mit dem Dämpfeinsatz aufgesetzt. Dies kann auch zusammen mit dem Reis und dem Fisch in einem Vorgang gedämpft werden. Kurz bevor die Garzeit des Reis endet, setzt man den Dämpfeinsatz auf.

Was kann der Reiskocher denn noch?

Natürlich können auch Getreidesorten, z. B. Graupen, Weizen oder Amaranth im Reiskocher gegart werden. Hier kommt es auf das Getreide an, wieviel Wasser man zugibt. Man sollte die Wassermenge dazugeben, wie man sie auch beim herkömmlichen Garen im Kochtopf nehmen würde. Polenta wird im Reiskocher spielend leicht zubereitet, da man nicht ständig rühren muss wegen der Klümpchenbildung und auch nichts am Innentopf festkleben kann. Selbst kleine Küchlein lassen sich im Reiskocher backen. Da der Reiskocher vom Prinzip her fast wie ein Bräter funktioniert kann er durchaus auch zum Backen herhalten. Ein besonderer Vorteil ist, dass nichts anbrennt oder kleben bleibt. Auch ein leckeres Chili con Carne oder ein Omelette kann problemlos in einem Reiskocher zubereitet werden. So ist ein Reiskocher ein wahres Multifunktionsgerät für viele leckere Gerichte.